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Landschaftspark Region Stuttgart

Wir haben viele interessante Themen.

Auf den folgenden Seiten gibt es daher weitergehende Informationen:

Der Landschaftspark Region Stuttgart

Gesetzliche Pflichtaufgabe mit großer Wirkung

Natur und Landschaft sind in der hochverdichteten Region Stuttgart unverzichtbare Basis für Naherholung, Land- und Forstwirtschaft sowie den ökologischen und klimatischen Ausgleich. Rund drei Viertel der regionalen Fläche sind nicht bebaut und eng mit der Siedlungsstruktur vernetzt – die Erholungsmöglichkeiten im Freien sind fußläufig in maximal zehn Minuten zu erreichen. Charakteristisch ist die außergewöhnliche landschaftliche Vielfalt – sie hat großen Anteil an der hohen Attraktivität der Region Stuttgart als Wohn- und Wirtschaftsstandort. Mit dem Landschaftspark Region Stuttgart verfügt der Verband Region Stuttgart über ein wirksames Instrument, um aktiv in diese grüne Infrastruktur planerisch und finanziell zu investieren. Es handelt sich dabei um eine gesetzliche Pflichtaufgabe, die so im Land einmalig und von maßgeblicher politischer Bedeutung ist – besonders wichtig im Hinblick auf eine integrierte Siedlungs- und Verkehrsentwicklung.

Die enge Verknüpfung von Planung und Finanzierung ist einmalig in Baden-Württemberg und wesentlich für die hohe Wirksamkeit des Landschaftsparks Region Stuttgart – sichtbar und erlebbar durch eine Vielzahl an realisierten Projekten und mit spürbarem Mehrwert für Mensch und Natur.

Die Umsetzung basiert auf zwei Säulen:

20 Jahre Landschaftspark Region Stuttgart

2005/2006
2006-2028
2008-2010
2010-2012
2012-2014
2014-2016
2016-2018
2019
2021
2023-2025

Kofinanzierung des Landschaftsparks Region Stuttgart startet 

Die strategische Umsetzung des Landschaftsparks beginnt: Mit der Ausschreibung des Wettbewerbs 2005 und der Förderung erster Projekte 2006 wird die Kofinanzierung als zentraler Baustein eingeführt. Seither reichen Kommunen jährlich Projektideen ein, die jedoch nicht automatisch zur Förderung führen. Eine Jury trifft eine Auswahl aus den eingereichten Vorschlägen, über die der Planungsausschuss entscheidet. So entstehen Maßnahmen zur Sicherung, Weiterentwicklung und multifunktionalen Nutzung der charakteristischen Landschaftsräume. Wichtige inhaltliche Schwerpunkte sind dabei die Entwicklung von Wegen und Verbindungen, die Stärkung von Erholung und Landschaftserlebnis, die Aufwertung von Gewässer- und Flussräumen, die Pflege der Kulturlandschaft und regionalen Identität sowie Maßnahmen in den Bereichen Ökologie, Umweltbildung sowie Spiel, Sport und Bewegung.

Der Masterplan Neckar entsteht und wird zum Modell

Zweiter strategischer Baustein neben der Kofinanzierung sind Masterpläne, die im Austausch mit Kommunen und Akteuren vor Ort erarbeitet werden. Der Masterplan Neckar bildet den ersten großen Entwicklungsrahmen für einen Landschaftsraum – 27 Städte und Gemeinden sind beteiligt, rund 280 Projektideen fließen ein. Er definiert Ziele zur Verbesserung von Zugänglichkeit, Aufenthaltsqualität und ökologischer Entwicklung entlang des Flusses. Früh werden Projekte wie die Zugwiesen als renaturierte Auenlandschaft mit Aussichtsturm zur Naturbeobachtung, die Neckarauen in Marbach mit naturnah umgestalteten, flachen Uferzonen und Sitzterrassen sowie die Erschließung eines aufgelassenen Steinbruchs in Stuttgart-Hallschlag zu einem öffentlichen Erholungsraum angestoßen – dem späteren Travertinpark. Der Masterplan zeigt, wie Projekte gebündelt und über kommunale Grenzen hinweg umgesetzt werden können – ein Modell für weitere Landschaftsräume.

Masterpläne für weitere Landschaftsräume folgen

In kurzer Folge werden die Masterpläne für die Landschaftsräume Rems, Limes, Fils und Albtrauf erarbeitet. Damit liegt für einen Großteil der Region eine konzeptionelle Grundlage vor. Jeder Plan greift die spezifischen landschaftlichen Qualitäten auf und übersetzt sie in konkrete Projektideen, die gezielt auf regionale Verknüpfung und einen Mehrwert über kommunale Grenzen hinweg ausgerichtet sind. Zur Kennzeichnung kofinanzierter Projekte führt der Verband Stelen ein, die die Förderung sichtbar machen und als Wiedererkennungsmerkmal für den Landschaftpark dienen. Gleichzeitig wird das Budget des Kofinanzierungsprogramms 2008 von 500.000 Euro auf 1,5 Millionen Euro erhöht.

Das Netz an Projekten wächst

Die Kofinanzierung beschleunigt die Umsetzung: Immer mehr einzelne Projekte werden realisiert – Wege, Aufenthaltsorte, Ausblicke oder Zugänge zu Gewässern – und verbinden sich über kommunale Grenzen hinweg zu gut erschlossenen und vielseitigen Angeboten für Freizeit und Erholung. Zunehmend werden Projekte in aufeinander aufbauenden Bauabschnitten umgesetzt und erweitert, so dass sie noch stärker unterschiedliche Funktionen wie Erholung, ökologische Aufwertung und bessere Erreichbarkeit miteinander verbinden. Beispiele sind die Weiterentwicklung des Travertinparks zu einem Freizeit-, Lern- und Erinnerungsort mit Infostationen zur Industriegeschichte und Biotopzonen oder die Umgestaltung der ehemaligen Bundesautobahntrasse in ein städtisches Naherholungsgebiet in Leonberg.

Regionale Wege werden ausgebaut und verbunden

Die Unterstützung des Ausbaus von Rad- und Wanderwegen wird zum zentralen Baustein. Lückenschlüsse, neue Trassen und die Ausschilderung verbessern die Orientierung und verbinden bestehende Wege zu einem zusammenhängenden Netz – über Kommunen- und Landkreisgrenzen hinweg. Beispiele sind der Bahnerlebnispfad entlang einer historischen Bahnstrecke durch das Wieslauftal zwischen Rudersberg und Welzheim, der Umbau der stillgelegten Bahntrasse der Tälesbahn im Oberen Filstal zu einem durchgängigen Fuß- und Radweg, der Landschaftserlebnisweg ’sÄpple in der Backnanger Bucht sowie die Beschilderung des Albtraufgängers zur Zertifizierung als Qualitätswanderweg.

 

Wege werden weiter aufgewertet und um neue Angebote erweitert

Der Ausbau wird fortgeführt, zugleich werden bestehende Wege gezielt aufgewertet. So werden neue Bewegungs- und Freizeitangebote wie die Boulderanlage im SportErlebnisPark Allmersbach am Landschaftserlebnisweg ’sÄpple sowie der Bikepark Gruibingen am Tälesbahnradweg gefördert. Am Enztalradweg wird der Enzpark in Besigheim neugestaltet – mit neuer Wegeführung entlang des Flusses, einer Brücke und Aufenthaltsbereichen an den Ufern. Parallel wird die Route der Industriekultur im Filstal weiterentwickelt. Eine einheitliche interkommunale Beschilderung wird ausgebaut und durch Informations- und Aufenthaltsorte an zentralen Stationen der Industriegeschichte ergänzt. 

10jähriges Jubiläum zeigt Anspruch und Bandbreite des Landschaftsparkprogramms

Der Landschaftspark feiert 2016 sein 10-jähriges Jubiläum – mit rund 160 Projekten. Die regionale Förderung von 15 Millionen Euro löst bis dahin Gesamtinvestitionen von etwa 50 Millionen Euro aus, darunter auch aus EU-Mitteln. Die ausgewählten Projekte im Folgezeitraum lesen sich wie ein Querschnitt durch zentrale Landschaftsparkthemen: Der Wein- und Obst-Entdeckerweg zwischen Bietigheim und Besigheim erschließt Steillagen und Streuobstgebiete über Themenrouten. In Ditzingen verbinden Maßnahmen an den Glemsauen ökologische Aufwertung, Aufenthaltsbereiche und Zugänge zum Wasser direkt an der Innenstadt und dem Glemstalradweg. Eine Flowtrail-Strecke in Urbach bietet Sport und Bewegung im Wald. 

Remstal Gartenschau setzt bundesweit einzigartiges Modell um

Mit der Remstal Gartenschau entwickeln 16 Kommunen im Remstal gemeinsam einen zusammenhängenden Landschaftsraum. Wichtige Impulse liefert der Masterplan Rems. Prägend sind die 16 architektonischen Stationen, darunter Landmarken wie die Station „Turm an der Birke“ in Urbach, die den Landschaftsraum akzentuieren und die Kommunen ideell miteinander verbinden. Gleichzeitig setzen sie ortsspezifische Themen und Charakteristika im Freiraum in Szene. Dauerhafte Projekte – Verbindungswege wie der Remstal-Radweg, Aussichts- und Aufenthaltsorte wie die „Rems(tal)blicke oder die Kanuroute – ebenso wie die intensive Zusammenarbeit der Kommunen prägen das Remstal bis heute. Ein zusätzlicher Fördertopf von über zwei Millionen Euro ermöglicht die gebündelte Umsetzung der Maßnahmen.

Masterplanreihe wird finalisiert – der Neckar rückt neu in den Fokus

Mit der Bearbeitung des Schönbuchs liegt nun ein weitgehend abgeschlossener konzeptioneller Rahmen für die Landschafts- und Erholungsräume der Region vor, aus dem bereits „Leuchttürme“ wie der Schönbuchturm realisiert wurden. Die bestehenden Masterpläne und die bereits umgesetzten Projekte bilden damit die Grundlage für die weitere Entwicklung des Landschaftsparks. Darauf aufbauend werden mit dem Projekt „Adressen am Fluss“ gemeinsam mit der IBA’27 neue Ansätze erprobt, um Städte und Flüsse besser zu verknüpfen und konkrete Orte mit hoher Aufenthaltsqualität am Wasser zu schaffen. Verschiedene Wettbewerbsformate unterstützen die Entwicklung kreativer Ideen und Konzepte für eine „Flussregion“. In Mundelsheim ist mit dem neuen Spiel- und Aufenthaltsplatz am Neckar bereits ein erster Baustein daraus umgesetzt.

Naherholungskonzeption erfasst systematisch Bürgerwünsche und prüft ihre Umsetzung

Mit der Naherholungskonzeption entwickelt der Verband Region Stuttgart den Landschaftspark auf Grundlage der Masterpläne konsequent weiter. Zentrale Basis ist ein breit angelegter Beteiligungsprozess mit rund 800 Hinweisen und Projektideen sowie über 5.500 Zugriffen auf eine digitale Beteiligungskarte. Die Ergebnisse werden in acht konkrete Handlungsfelder überführt – darunter Freizeitwegenetz, siedlungsnahe Erholungsräume und Gewässer – und mit konkreten Maßnahmen und Pilotprojekten hinterlegt. Der Landschaftspark wird damit um eine neue Ebene ergänzt: Bedarfe aus der Bevölkerung werden systematisch aufgenommen, Handlungsfelder daraus identifiziert und passende Projekte geprüft.

Alle Landschaftsparkprojekte in einer Karte

Der Verband Region Stuttgart wertet gemeinsam mit den Kommunen, Natur und Landschaft durch konkrete Maßnahmen gezielt auf und entwickelt sie weiter. Eine Übersicht aller Projekte seit 2005.

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